SHIBA + INA

Update 03.12.2013:

Shiba und Ina werden nicht mehr weiter gegeben. Sie leben seit 6 Monaten an einem Pflegeplatz und haben sich so gut eingelebt, dass wir ihnen keine Veränderung mehr zumuten wollen.Es hat Wochen gedauwert, bis sie vom Garten ins Haus gekommen sind.

 

zwei Eurasier im Tierheim Ludwigsburg

Vor ca. 2 Jahren wurden die, jetzt 8jährigen Eurasierhündinnen Ina und Shiba, mit insgesamt 120 Hunden aus einer Massenzucht in Bayern befreit. Bis dahin lebten sie in einem dunklen Schweinestall, um als Gebährmaschinen zweimal jährlich Welpen für den Hunde- und Zoohandel zu produzieren. Mit dem Menschen nicht sozialisiert, lebten diese sensiblen Tiere jahrelang ohne jeglichen positiven Menschenkontakt. Sie kannten keinen Auslauf, keine Leine, kein Gassi gehen, keine liebevolle menschliche Zuwendung, nichts dergleichen, weshalb sie auch extrem scheu und verängstigt im Tierheim Ludwigsburg ankamen.

Hier hat man sie mit zwei Rüden im Zwinger vergesellschaftet, sie wurden aber außerhalb ihrer Hütte, wohin sie sich ständig zurückzogen, kaum gesehen. Gassi gehen war anfänglich nicht möglich. Erst nach einiger Zeit und mit viel Aufwand – man musste sie aus der Hütte herausheben – Geschirr anziehen, dann liefen sie, wenn auch sehr ängstlich, mit den Rüden mit; wollten aber unterwegs nicht berührt werden. Inzwischen, mit viel Geduld, Liebe und Zuwendung ist „Gassi gehen“ kein Problem mehr:

Hundehüttendach aufklappen – begrüßen – kraulen – „hinten“ antippen, dann kommen sie raus – Türe auf – freundliches gutes Zureden – raus aus dem Zwinger – man schüttelt sich kurz – man freut sich- Schwänzchen über den Rücken gerollt- und los geht´s!! Unterwegs lässt man sich inzwischen, wenn auch manchmal noch etwas zögerlich, den wolligen Pelz durchkraulen, den sie sich auch zweimal wöchentlich bereitwillig kämmen lassen.

Es ist immer wieder ein herrliches Erlebnis zu beobachten, wie die beiden allmählich ihre Scheu ablegen. Unterwegs bleiben wir oft stehen, denn andere Hunde, Radfahrer, Autos, Fußgänger… werden gerne beobachtet – und man kann dann feststellen: „Die tuuun ja gar nichts!“ Vögeln und Insekten wird nachgeschaut, Mauselöcher gemeinsam und emsig erschnüffelt. Sehr gerne knabbert man an frischem Grün – Shiba liebt Brennnesseln. Es ist goldig, wenn die beiden gut gelaunt, ihre weißen Puschelschwänzchen über den Rücken gerollt, nebeneinander her trotten.

Eurasier sind rassebedingt eher zurückhaltend und diese beiden, mit ihrem Erlebten umso mehr und doch werden sie so nach und nach immer zutraulicher. Schön wäre, wenn Ina und Shiba ihre weiteren Fortschritte in einem neuen Zuhause machen könnten, denn beide leiden unter dem Tierheimalltag. Ständig lautes Gebell, Ausspritzen der Zwinger, Besucher, etc., all das bringt Unruhe und sie ziehen sich immer wieder in ihre Hütte zurück. Ein bestens eingezäunter Graten, freundliche, geduldige Menschen, evtl. mit Eurasier- oder Cow Chow –Erfahrung, die sich auf diese beiden liebenswerten Hunde einlassen möchten.
Das wäre die Zukunft für Ina und Shiba!

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Kommentare

Claudia Brunner, Vermittlung
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RESERVIERT von / für einen ganz tollen Platz, der seit über 10 Jahren immer wieder sehr schwierige Tieren hilft.

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